Vom 03.09.-11.09.2021 sind wir, nachdem wir den Fördesteig gegangen sind, in die Berge gefahren, um dort dem Lech vom Formariensee bis Füssen zu folgen.
„Damals“ hatten wir noch nicht die Idee die gesamte Küste zu laufen und noch keinen Gedanken an eine große Runde um die Republik verschwendet.
Jetzt, 2 Jahre später, haben wir das Haldenwanger Eck erreicht und sind nach Warth abgestiegen. Den Weg gehen wir nun aber nicht noch einmal. Die Reiseberichte sind über die ergänzten Links nachzulesen.
In der aktuellen Tour nehmen wir von Warth bis Reutte den Bus.
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Nachdem wir unseren Zipfelpass auf Sylt in List (nördlichster Punkt) und in Selfkant (Westlichster Punkt)haben stempeln lassen, hat nun Oberstdorf (südlichsten Punkt) den 3. Stempel in unseren Zipfelpass gedrückt – der 3. Eintrag ist da.
Aber Oberstdorf ist ja nicht der südlichste Punkt sondern das Haldenwanger Eck mit dem Grenzstein 147. Und da ging es heute hin.
Aber bevor wir dort ankamen waren noch einige Kilometer und soooo viele Höhenmeter zu bewältigen.
Mit dem Bus ging es zuerst zur Alpe Eschbach. ca 950 hm
Das Wetter ist perfekt und auch die Aussicht ist herrlich👍
Die Alpe Eiödsbach lassen wir links liegen und steigen über schmale, steinige Wege hoch auf Peters Älpele.
Dort treffen wir die Frau wieder die beim Oberstdorfer Viehscheid direkt neben uns stand. Zufälle gibts🤣
Gemeinsam gehen wir ein Stück -ganz doll wieder nach unten- und leider trennen sich die Wege schon wieder und wir kommen zur Schwarzen Hütte (1242 hm) und sehen einen passenden Hinweis für unser heutiges Ziel
Die nächste Hütte ist die Speicherhütte. Hier gibt es gekühlte Getränke und in unsere Pause beobachten wir die aktiven Murmeltiere-sehr unterhaltsam.
Jetzt wird uns immer mehr das Lachen vergehen – wir brauchen alle Energie für den Aufstieg zur Triffthütte.
Hier ist der Erschöpfungsgrad schon groß
Dort treffen wir einen 76 jährigen Mann der sich uns für den Aufstieg zum Haldenwanger Eck anschließt. Er ist echt noch fit und wird dann auch unser Forograf am südlichen Zipfel👍
Damit nicht genug-es geht noch weiter hoch zur Zollhütte 1950 hm. Hier gibt es ein wenig von dem hochgetragenen Proviant – denn vorher hatten wir ausschließlich Durst.
Wir können von hier wunderbar auf den Biberkopf schauen.
Nun geht der gewählte Weg nach Warth (Lechweg) steil, also wirklich steil nach unten. Wir sind so konzentriert, dass wir vergessen Fotos zu machen. Unten angekommen fahren wir mit dem Bus durchs Lechtal zu unserem heutigen Campingplatz.
Von Oberstdorf ging es zur Alpe Eschbach, aber vor dem Start war noch einiges los.
Gestern Abend waren wir im Brauhaus Zum goldenen Hirsch in Sonthofen -Spitzenklasse👍
Am Morgen haben wir uns mit der Besitzerin unserer Pension Adler in Sonthofen noch lange unterhalten -Sie ist super gut drauf👍 und auch als Unterkunft ist die Pension sehr geeignet für Wanderer👍
Mit dem Zug ging es dann aber nach Oberstdorf und weiter Richtung Süden.
Es ist nebelverhangen -aber trocken. Dann erreichen wir schnell die erste Holzbrücke über die Stillach – einer der drei Zufluüsse zum Illerursprung, den wir gestern gesehen haben.
Dann endet erst einmal das Schlendern und es geht hoch. Wir bekommen einen schönen Blick auf den Freibergsee.
Dann gibt es die Heini-Klopfer Skiflugschanze – ein Bauwerk das mit der Kamera kaum einzufangen ist.
Unterhaltsam wird es noch mit den entspannten Kühen.
Wir kommen zur Fellhornbahn und es ist immer noch alles so nebelverhangen, daß es den Eindruck macht die Kabine verschwindet im Nirgendwo.
Nach der Einkehr an der Talstation geht es dem heutigen Etappenziel schnell und entspannt entgegen.
Es geht noch ein zweites Mal über die Stillach, die aber garnicht still ist.
An der Alpe Eschbach erreichen wir schon unser heutiges Tagesziel und es gibt super leckeren frischen Joghurt👍👍👍 und auch der Himmel ist inzwischen schön anzusehen.
Eher durch Zufall erfahren wir gestern vom heutigen Viehscheid in Oberstdorf. Das wollen wir uns anschauen und planen um.
Zuerst also mit Zug und Bus ans Ziel der Etappe. Hier ist Volksfeststimmung.
Die Tiere werden von den Sommerwiesen zurück ins Tal getrieben und an die Besitzer übergeben.
Es sind überraschend auch Esel mit dabei.
Der Viehscheid ist so groß, daß auch Markus Söder sich das treiben anschaut.
Im aufgebauten Festzelt spielt die Oberstdorfer Blaskapelle auf, Maßkrüge werden geleert und so mancher Bauer kämpft mit den Rindviechern um den richtigen Weg.
Viele sind in der hier sehr passenden Tracht – in Lederhosen und Dirndl unterwegs.
Nach zwei sehr interessanten Stunden verlassen wir den Viehscheid und wandern zurück. Zuerst geht es nach Oberstsorf.
Im Ort schützen wir uns im Café vor dem Regen, der gerade etwas stärker wurde.
Anschließend geht es zum Illerursprung.
Die Flüsse Trettach, Stillach und Breitach fließen zusammen und werden zur Iller.
Auf den Illerdeich geht es jetzt fast kurvenfrei, mit mal mehr oder weniger Regen, bis nach Sonthofen.
Heute treffen wir auf die Iller, aber vorher verabschieden wir uns vom Großen Alpsee.
Wir nehmen Abschied😀
Dann folgen wir der Konstanzer Ach und ein älterer Herr überbringt uns ungefragt einen Ohrwurm: „Im Frühtau zu Berge wir ziehn….“
In Immenstadt gab es Frühstück und ein paar schöne Gebäude zu bestaunen.
Dann geht es aus den Ort hinaus und wir kommen an die Iller.
Die Iller ist klar und wird für Rafting und Floßfahrten genutzt. Es gibt aber auch immer wieder schöne Sicht auf die Bergwelt.
Hier kann man sehr schön sehen das in der Iller auch Dampf ist.
Wir erreichen Sonthofen und übernachten für 2Tage in einer Pension – Gewitter sind angekündigt und kommen auch. Das führt auch zu unglaublichen Wetterbildern.
Heute ging es hoch zur Salaser Höhe und runter zum Großen Alpsee.
in unserem Hotel gibt es super Frühstück so das wir zwar gut gestärkt sind aber später starten als geplant. Dann beginnt nach einem km der kontinuierliche Aufstieg. Von ca 800 hm in Oberstaufen gibt es an der Kapelle in Tronsberg die erste Pause bei ca. 950 hm.
Dann ging es über die erste Kuhwiese (eine von vielen heute) und der Weg war steil und nicht so wirklich zu erkennen. Aber wir haben den steilen Aufstieg geschafft und wurden mit tollen Ausblicken belohnt. Dann ging es über befestigte Wege kontinuierlich weiter nach oben.
Am Weg gab es eine Hütte mit Wasserstelle und wir konnten die fast leeren Trinkflaschen auffüllen.
Erholt und abgekühlt geht es nun auf eine Zwischenhöhe und zum Gipfel ist die Richtung klar.
Am höchsten Punkt unserer bisherigen Umrundung – die Salmaser Höhe (1254 hm) – machen wir Pause und genießen den Ausblick zum Großen Alpsee und zur Nagelfluhkette.
Wir bleiben lange auf über 1000 hm und folgen einem Kammweg. Immer wieder begegnen wir Kühe die am Wegesrand liegen und manchmal auch auf dem Weg😀
Am Aussichtspunkt Alpseeblick machen wir Pause und der Blick auf die Gebirge in der Ferne werden immer spektakulärer.
Die große Überraschung am Weg: Die Siedelalpe hat geöffnet und es gibt gekühlte Getränke und eine Kleinigkeit zu essen.
Dann beginnt doch der Abstieg zum Alpsee und auf dem teuren CP stellen wir unser Zelt auf.
Am See gibt es ein Restaurant und einen schönen Sonnenuntergang.
Heute führt uns der Weg zuerst durch die Holzbachklamm und später gibt es einen Gipfelsturm.
Leider mussten wir uns heute schon wieder von BarbaLarga verabschieden – es war eine kurze aber tolle Zeit zusammen.
Dann ging es nach Weiler zu einer Frühstückspause. Dort trafen wir sogar 2 Pilgerinnen, die sich auch für den Tag stärkten.
Immer wieder sind wir heute auch auf die Wandertrilogie Allgäu gestoßen.
Und dann starten wir mit einem wirklich tollem Weg durch die Hausbachklamm.
Zuerst gibt es wieder eine Schaukel-und heute macht es einfach richtig Spaß.
Der Weg ist klasse, das Klima angenehm und es ist ein lohnenswerte Abschnitt.
Nach dem dann doch schweißtreibenden Aufstieg gab es auf dem Weg Richtung Gipfelsturm zwei Mal Brunnen mit gekühlten Getränken👍👍👍
Nach Oberreute gab es im Café am Artemisia Garten noch ein kühles Getränk bevor wir die langen Aufstieg zum Cafè Paradies starteten.
Hier sieht es einfach in allen Richtungen toll aus und am Café Paradies ist hinter uns die Nagelfluhkette zu sehen.
Nun startet unser Gipfelsturm auf den Kapf.
Eine kleine Pause gönnen wir uns auf dem Weg nach oben.
Mit 998 Höhenmeter ist der Kapfgipfel der höchste Punkt unserer bisherigen Wanderung.
Oben am Gipfel haben wir ein älteres Ehepaar getroffen (er 84, sie jünger) und beide waren noch so motiviert sich zu bewegen und auch den Gipfel zu erreichen – beachtliche Leistung👍
Von diesem Gipfel ging es über wunderschöne Wege runter nach Oberstaufen.
Im Hotel Neudeck in Oberstaufen werden wir herzlich begrüßt-so macht ankommen Spaß. Im wahrsten Sinn des Wortes wurde uns der rote Teppich ausgerollt🤣
Ein toller Tag findet in einem tollen Restaurant ein schönes Ende und wir freuen uns auf Morgen.
Das wir heute an der Grenze entlang wandern war geplant, das uns die Hitze dabei fertig macht – nicht🤣
Aber zuerst verabschieden wir uns ordentlich vom Bodensee.
Dann geht es nach einem guten Frühstück bei den Brotrebellen an den Grenzfluß Leiblach und rüber nach Österreich.
Der Leiblach zu folgen ist entspannt und schön. Es gibt viele schmale Pfade und die Folgen des Unwetters sind noch sichtbar.
Aber wir queren auch Zufluss zur Leiblach-was mit nassen Füßen verbunden ist.
Dann wird es langsam aber sicher heißer und steiler. Die Kombination ist hart, sehr hart und ist beim Schaukeln zu erkennen.
An einer Kapelle machen wir einen neuen Schlachtplan für den Tag, denn den geplanten CP werden wir nicht erreichen.
Es gibt keine Hotels oder Pensionen in Lindenberg also entscheiden wir uns um und finden in Scheidegg eine wunderbare (und teure) Ferienwohnung. Völlig erschöpft gibt es Radler und die kalte Dusche.
Abend finden wir spät beim Italiener auch noch was für das leibliche Wohl.
Es war schön aber einfach zu heiß🤣
Wir haben Lindau erreicht – unser Startpunkt Richtung Allgäu.
Am Campingplatz Park-Lindau steht das Zelt bereits und an der Beachbar mit Blick auf den Bodensee lassen wir den Tag entspannt ausklingen.
Zur Einstimmung noch mal einen Rundumblick – herrlich👍
Frodo hat dieses mal Wanderurlaub. Bei der Hitze und den Höhenmetern ist er bei lieben Freunden und macht dort Urlaub.
Heute Abend gibt es noch Besuch von einem Wanderfreund der uns Morgen wahrscheinlich auch ein Stück begleiten wird.
Wir freuen uns auf die nächsten Tage im Allgäu und darüber hinaus.
Bei viel zu heißem Wetter sind wir dennoch in Österreich angekommen.
Aber zuerst zeigt sich das Dreiländereck Schweir – Österreich – Deutschland auf der Seebrücke Kressbronn.
An dieser Stelle hatten wir schon zwei wunderbare Begegnungen mit tollen Menschen.
Danach geht es nach Nonnenheim und eine Frau fragt, ob sie nicht ein Foto von uns machen soll. Nicht nur ein tolles Foto sondern auch ein unterhaltsames Gespräch.
Es wird heißer und wir beschleunigen und erreichen Wasserburg.
Wir genießen an der Seebrücke ein super leckeres Eis bei Da Salvatore. Dann geht es mit der Fähre wieder nach Lindau.
Hier geht es diesmal schnell durch und über schattige Wege geht es zum CP Park Camping Lindau. Wir bekommen sofort einen Zeltplatz und bauen auf.
Mit kleinem Gepäck geht es zum Jachthafen -dort gibt es was zu essen.
Dann geht es zur deutsch-österreichischen Grenze.
Hier ist dann auch der Moment – wir sind in Österreich angekommen.
Wir folgen den Grenzfluß Leiblach noch bis zu Mündung in den Bodensee.
Hier endet erstmal unsere Tour-es ist zu heiß für Frodo.
Am Abend werden wir zu unserer 200 Tour mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.