Unsere Abschlußetappe führt uns von Oosterbierum nochmals etwas an der Nordsee entlang und dann durchs Hinterland bis nach Sint Jacobiparochie.
Die Orte haben hier wirklich sehr klangvolle Namen und von denen wir vorher noch nie gehört haben.
Jetzt haben wir sie sogar gesehen und durchwandert.
Fast alle diese Orte haben sehr großzügige Ortseingangsschilder, immer zweisprachig und fast immer mit dem Tempo 30er Gebot.
Es sind gewachsene Orte, immer mit schönen kleinen Häuschen, immer mit großzügigen Kirchen, die man schon von weitem sieht.
Die 2 km lange Strecke an der Nordsee entlang, war bei diesem Wetter und bei Windstille beeindruckend geräuschlos.
Hunde waren erlaubt, aber offensichtlich nicht erwünscht, denn es gab mehrfach Hürden zu meistern.
Frodo erträgt das Herumgetrage mittlerweile stoisch.
Auf dem kurzen Stück gab’s aber auch mehrere schöne Sitzgelegenheiten mit Meerblick.😎
Auf einem schmalen Pfad, der an kleinen Gräben entlang mäanderte, erreichten wir unser Tagesziel Sint Jacobiparochie.
Hier, an der imposanten Kirche endete auch unsere 10tägige Tour auf dem Kustpad.
Hier startet auch ein 2700 km langer Pilgerweg nach Santiago de Compostela.
Wer hat noch nicht, wer will nochmal?
Ein paar Schritte entfernt von der Pilgerkirche lassen wir ein weiteres Kapitel von unserer Holland Umrundung, bei Kaffee und ein paar Stückchen Schokolade, ausklingen.
Es waren wiedermal interessante und auch wunderschöne 164 km und wiedermal bei unverschämt tollem Wetter.
Jetzt verbleiben noch 190 km bis zur deutschen Grenze, um die Runde abzuschließen, daß sollte bis Ende April zu schaffen sein, denn danach wollen wir unser Deutschland Projekt abschließen. 😁
Nach 93 Tagen 1740 km!
Kategorie: Kustpad (Seite 2 von 4)
Entlang der Nordseeküste von Süden nach Norden über den Nederlands Kustpad
wir starten in Harlingen und der Kustpad führt uns kreuz und quer durch diese Stadt. Einfach wunderschön die Grachten mit den Schiffen, die vielen schnuckeligen alten Häusern und die lebendige Innenstadt.
Besucher von Terscheling sollten sich hier unbeding mal umschauen. Denn nachdem wir den Ort Richting Hafen verlassen haben laufen wir an riesige Parkflächen für Vlieland und Terscheling Besucher vorbei.
Wir folgen dem Industriehafen bis zum Deich und dann wieder zurück ins Hinterland. Nach 10 km Wanderung sind wir 4 km von Harlingen entfernt.
In Wijnaldum gibt es einen wunderschönen Pausenplatz den wir für eine längere Pause nutzen.
Durch den Flüsterwald geht es auf einen schmalen Deich zwischen zwei Kanälen. Plötzlich grüßt uns jemand aus den off – es ist aber keiner zu sehen. Erst bei genauerer Suche entdecken wir den Angler in seinem kleinen Boot der hinter dem Schilf total versteckt ist.

Weiter geht es nun Richtung Oosterbierum. An allen Ortseingangsschildern gibt es zwei Namen für die Orte – niederländisch und friesisch.
Nach 20 km haben wir eine abwechslungsreiche Tour bei herrlichem Wetter erlebt.
Heute haben wir einen kleinen Sprung gemacht. Der Abschlußdeich ist etwa 32 km lang und hat an einigen Stellen noch Baustellen. Wir sind dann erst an Kornwerdersand gestartet. Somit haben wir ca 4 km auf dem Abschlußdeich erlebt – immer mit Blick auf die Nordsee.
Auch die weitere Etappe folgte den hier in Friesland typischen Deichen.
Auf dem Weg waren Hunde erlaubt – was ja erstmal großartig ist.
Der Weg ging dann etwas ins Hinterland. Um aber den Deich verlassen zu können gab es ein Hindernis zu überwinden, das mit einem Hund, der sich nicht tragen lassen will, eine große Herausforderung darstellt. Aber wir haben es geschafft.
Im Hinterland gab es dann ein paar Feldwege – eine schöne Alternative zum Deich.
Wieder zurück auf dem Deich konnten wir sogar eine Zeitlang oben auf dem Kamm wandern.
Nach 16 km erreichen wir den Rand von Harlingen und genießen im ‚t Zilt einen herrlichen Ausblick auf die Nordsee und gönnen uns natürlich KuK.

Am Abend sind wir noch ein bisschen durch Harlingen geschlendert – ein wirklich hübscher Ort – der aber eher durch den Fährbetrieb nach Terschelling bekannt sein wird.
Heute geht es vom Amstelmeer zum Ijselmehr. Wir wandern dabei durch das „Hinterland“ und sehen viele kleinere Dörfer bzw. Ansiedlungen von Häusern.
Wir wandern durch Stille – dabei bewundern wir tolle Häuser und genießen den Sonnenschein.
An der kleinen Kapelle in Stroe genießen wir die Stille und unsere Pause.
Bevor wir dann aber das Wattenmeer erreichen treffen wir noch Helmut und seine Frau. Die beiden sind großartig, genießen das Rentendasein – 8 Jahre waren die beiden in Europa mit dem Wohnmobil unterwegs, jetzt genießen sie zusammen die Heimat.

Das Wattenmeer ist erreicht und wir können dabei zusehen wie das Wasser verschwindet.
Nun geht es über den Deich bis Den Oever und wir erreichen nach 14 km das IJselmeer und haben die Provinz Noord Holland abgeschlossen.
Nein, das sind keine Lottozahlen. Heute hat uns der Kustpad über 10 km Asphalt – 2 km Deich mit schönem Weg und weitere 6 km auf Asphalt geführt, da die Schafe den Weg versperrt haben.
Wir nehmen es aber immer so wie es kommt. Mit der Sonne und dem blauen Himmel war es dennoch einfach herrlich unterwegs zu sein.
Nach den ersten 10 km hatten wir den großen Wunsch mal eine Pause zu machen und wir haben einen wunderschönen Pausenplatz entdeckt.

Eine Holländerin hat uns direkt als Weitwanderer erkannt und wir haben uns eine zeitlang unterhalten. 3 km später haben wir Sie noch einmal getroffen. Bei gutem Wetter läuft Sie jeden Tag ihre 7 km Runde👍
Nach der Pause ging es auf den Deich und wir konnten einen herrlichen Blick auf das Amstelmeer werfen.
Leider mussten wir schon 2 km später den Deich verlassen – für Hunde ist der Deich verboten, so daß wir auf der, neben dem Deich verlaufenden, Straße bis zum Yachthafen De Haukes weiter gelaufen sind.
18 km bei Sonnenschein und angenehmen Wandertemperaturen ist auch was feines.
Die ersten Kilometer der heutigen Etappe führen uns zuerst auf die Panoramadüne bei Petten und dann durch ein kleines, eher unspäktakuläres Dünengebiet. Dann gibt es die volle Dröhnung Nordsee – die erstmal letzten Kilometer entlang des Nordseestrandes. Hier sind an diesem sonnigen Sonntag einige unterwegs – es ist aber Ebbe so das der Strand breit und sehr gut begehbar ist.
Im Strandpavillion gibt es endlich die sehnsüchtig erwünschten Povertijes- herrlich.
Nun geht es durch Callantsoog ins Hinterland. Zuerst noch etwas durch Wald und dann soll es über den Deich weiter gehen – aber alle Deiche sind für Hunde gesperrt – die Schafe haben hier das Sagen. Wir nehmen also Alternativrouten.
Zuert geht es durch ‚t Zand und nach 23 km erreichen wir unseren Zielort Oudesluis.
Zum Start geht es heute wieder in die Dünen aber diese sind ganz anders als gestern. Die meisten Fläche sind bewaldet oder mit Heidekraut überzogen.
Wir steigen viel hoch und auch wieder runter. Aber mit über 100 Stufen nach oben erreichen wir den „Gipfel“ der höchsten Düne in den Niederlanden mir 55,4 m.
Nach soeinem steilen Aufsieg geht es hinuter Groet. Dort gibt es ein schönes Café und wir können sogar auf der windgeschützen Terasse den herrlichen Sonnenschein genießen.
Ab hier äbert sich die Landschaft dramatisch denn bis Petten, unserem heutigen Zielort, geht es auf oder neben dem Deich weiter.
Nach 21 km haben wir eine schöne, zweigeteilte Tour erlebt.
Die heutige Etappe führt die ersten 10 km bis nach Egmond aan Zee durch Dünen und dann bis Bergen aan Zee durch Dünen.
Klingt erst mal wenig abwechslungsreich – aber es war eine wunderschöne, abwechslungsreiche Tour die einfach noch mehr Lust auf Dünen macht.
Neben den Hochlandrindern haben wir heute auch die Wildpferde getroffen bzw. mit etwas Abstand beobachten können.
Das sonnig kühle Wetter hat eine farbenpracht erzeugt die wirklich sehenswert war.
Und obwohl man meinen könnte das es in Holland flach ist hatte die Etappe über 180 hm – gar nicht mal so flach😂
Am Ende der Etappe gab es dann noch Pannenkoeken. Ein herrlicher Tagesabschluß nach 19 km.
Nach dem Winterwahlkampf geht es jetzt endlich weiter auf dem Kustpad.
Wir starten natürlich an der Fähre in Velsen – der Punkt an dem wir im letzten Jahr angekommen sind – also „Connecting Footsteps“.
Es geht ein bisschen durch die Industrieanlagen der Stadt und dann durch Parks, Wälder und Dünen nach Wijk ann Zee. Im Ort ist noch Winterpause – kaum Menschen – fast alle Lokale geschlossen.
Also geht es ins Duinreservaat Zwarte. Tickets haben wir uns gestern schon besorgt, Frodo darf auch mit und wir finden nach 10 km einen schönen Pausenplatz.
Im Reservat werden Hochlandrinder, Wildpferde und Schafe angekündigt.
Es dauert nicht lange und wir haben uns an 20 Hochlandrindern vorbei geschlengelt.
Wildpferde sehen wir später auch noch ein paar.
In der Gasterij Kruisberg machen wir dann unsere KuK (Kaffee und Kuchen) Pause. Das Lokal ist wunderbar eingerichtet – der Kamin sorgt für angenehme Temperaturen.
Auf den letzten Kilometern fängt es an zu regnen – mal mehr – mal weniger.
Nach 22 km haben wir etwas durchgefroren unser Etappenziel erreicht.
Da wir mal wieder eine Alternative zum offizellen Kustpad brauchen geht es heute die ersten Kilometer am Strand entlang.
Der Wind und Sand kamen aus südlicher Richtung und haben uns in Richtung Norden beschleunigt. Windgescheindigkeiten bis 80 km/h drücken uns nach vorne.

Frodo war nicht ganz so begeistert – aber inzwischen ist der feine Sand auch wieder aus seinem Fell gerieselt.
Am Beach Inn in IJmuiden gab es Windschutz, Wärme und Kaffee und Kuchen.
Dann konnten wir doch noch etwas durch die Dünen wandern bevor wir IJmuiden erreichen.
Durch den unspektakulären Ort gehen wir bis zur Fähre die uns über den Noordzeekanaal nach Velsen bringt.
11 km bei extremen Wind können auch anstrengend sein.