Kategorie: Polen ✅️ (Seite 2 von 3)

Entlang der polnischen Grenze

Hallo Neiße 😀

Nun geht es an der Neiße weiter Richtung Süden. Wir folgen einem alten Grenzweg mit den typischen DDR Platten und dann geht es auf dem Neiße Deich weiter.

Aber bevor es richtig losgeht entdecken wir den historischen Backofen aus der zweiten Hälfte des 19. JH.

Historischer Backofen Ratzburg

Der Backofen gehörte zum Wohnhaus des Dammmeisters. Bis 1945 wurde darin gebacken. 1996 wurde er restauriert und wird bei Dorffesten auch zum backen genutzt. Großartig👍

In Coschen sehen wir die erste Neißebrücke. An einem Wildschweinschutzzauntor treffen wir einen Baustellenleiter, der uns mitteilt, dass der von uns geplante Weg nicht passierbar ist – die Brücke über einen Bach ist abgerissen worden.

Okay-Planänderung. Wir bekommen noch den Tipp wo die nächste Pausenbank ist – ca. 200m entfernt.

Fußballverein Coschener SV

Hier gibt es eine tolle Sitzgelegenheit für uns und Frodo macht es sich im laubbedeckten Gras gemütlich.

Pause am Fußballplatz Cochen

Nun geht es lange geradeaus und ein warmer, heftiger Wind bläst von vorne…

Manchmal sieht es an der Neiße schon fast wild aus…

Landeswasserstraße Brandenburg

Wir schlängeln uns durch bis Guben. Hier gibt es die Möglichkeit über eine kleine Brücke auf eine Neißeinsel zu gelangen-diese gehört schon zu Polen.

Brücke zur kleinen Insel Park Teatralny

Wir schauen uns den Park an und gehen dann über die nächste Brücke nach Gubin (P) um dann über die Lausitzer Neißebrücke wieder nach Deutschland zu gehen.

Die Neiße wird hier aufgestaut und der Fluß sieht viel mehr nach einem See aus – aber wir habe vergessen Fotos zu machen🤣

Wir beenden die Tour in Guben (Industriegebiet), wo es morgen weiter geht.

21 km und 171 hm.

Tschüß Oder

Zum Start in Vogelsang gibt es drei auf den Herbst wartende – ich geselle mich für eine kurze Zeit zu ihnen.

Vogelsang begrüßt den Herbst

Nun folgen wir den sandigen Pfaden entlang der Kieslöcher. Inzwischen sehen die Kieslöcher eher wie Biotope aus und Angler befinden sich hier im Paradies.

Kieslöcher als Biothope und Anglerparadies

Wir erreichen Fürstenberg -aber hier ist erst noch eine „karibische Kaffeetassenplantage“ zu bestaunen 🤣

Karibische Kaffeetassenplantaage

Fürstenberg, laut Wikipedia „…stellt damit eine Besonderheit unter den Städten an der Oder dar.“ wurde im 13. Jh. gegründet – aber einen Besonderen Reiz im Sinne von „schön“ und bewundernswert Gebäuden konnten wir nicht entdecken. Aber es gab erwähnenswerte, lebenswichtige Veimreinbarungen.

Poststation der Stadt Fürstenberg

Nun geht es wieder auf dem Oderdeich und der Countdown, die letzten 10 km an der Odr, läuft. Aber vorher haben wir noch zwei Schafherden am Wegesrand und die Herdenschutzhunde machen dort ihren Job.

Herdenschutzhunde

Am Wegesrand ist nun immer deutlicher zu erkennen, daß der Herbst kommen will und wunderschöne Herbstfarben verzaubern die Landschaft.

Herbst
Der Herbst kommt

Da es am Oderdeich selten bis gar nicht Sitzgelegenheiten gibt, nehmen wir halt andere Optionen für eine Pause.

Pausenplatz – so geht es auch

Nun ist es geschafft – Wir sagen Tschüß Oder, denn wir erreichen die Neißemündung und die weitere Grenze zwischen Polen und Deutschland folgt nun der Neiße.

Tschüß Oder
Neißemündung in die Oder
20 km und 75 hm

Zwischen Frankfurt Oder und Eisenhüttenstadt

Heute starten wir in Güldendorf bei Frankfurt Oder und laufen bis Vogelsang, kurz vor Eisenhüttenstadt.

Wir kommen in an ein kleines Dorf -Lossow. Dort steht eine alte Kirchenruine.

Kirchenruine Lossow

Wir folgen einer schmalen Straße und heute ist Frodo im Jagdmodus. In Aktion bei dem Versuch Mäuse auszugraben.

Im Ort Brieskow – Finkenheerd hoffen wir auf einen Bäcker – leider vergebens. Auch das Angebot für Fischbrötchen begrenzt sich auf Donnerstag und Freitag – hilft an einem Montag auch nicht weiter. Dafür gibt es statt dessen den Klingelfisch.

Klingelfisch

Der Klingelfisch besteht aus 10.000 Klingeldeckeln. Das sind die, die den Radfahrern anscheinend immer fehlen, um sich anzukündigen🤣

Nun geht es wieder Richtung Oder und nach 13 km gibt es endlich eine „Bank“

Bank – mit Frühstücksbrettchen

Gut gelöst und es war sogar bequem.

Dann geht es entlang der Oder bis wir im Ort Aurith endlich zu unserem Kaffee kommen.

Bauernstuben in Aurith

Nicht nur Kaffee und Kuchen – wer bedarf hat kann auch selbst gestrickte Socken bekommen👍

Nun geht es dem Ziel Vogelsang entgegen. Wir sehen Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt ist erkennbar
27 km und 151 hm

Nach Regen kommt Sonne🌞

Nachdem gestern der Regen unseren Tag bestimmt hat war es heute die Sonne👍

Lebus

Wir starten in Lebus und fühlen uns ein ganz kleines Bisschen an Hollywood erinnert. Wir bestaunen noch die Kopfsteinpflasterwege und die Kirche bevor es richtig losgeht.

Kirche Lebus

Wir folgen nun einem wunderschönen Pfad Richtung Frankfurt Oder.

Schmaler Pfad statt Asphalt-herrlich

Im Hintergrund und auch auf dem weiteren Weg gibt es Hügel-die bis 45 m hoch sind. Dabei handelt es sich um eine Grundmöränenlandschaft der letzten Eiszeit oder auch Pontische Hänge.

Wir genießen es der Alten Oder zu folgen und das prächtige Blau von Himmel und Fluß.

Alte Oder bei Lebus

Es ist so herrlich hier, dass wir auf einer Bank einfach entspannen und genießen.

Noch lange genießen wir den tollen Weg an dem wieder wunderschöne Eichen stehen.

In Frankfurt Oder bringt uns eine Baustelle etwas durcheinander aber wir finden die Kaffeerösterei Gränz Kaffee – sehr empfehlenswert 👍 Der Kuchen ist super und der Kaffee mehr als perfekt👍

Gränz Kaffee Frankfurt Oder

Nun geht es weiter. An der Friedensglocke gibt es noch ein schnelles Fotoshooting

Friedensglocke Frankfurt Oder

Der Weg führt uns über die vorgelagerte Insel Ziegenwerder, die erstaunlicherweise sogar von vielen Sonntagsspaziergängern genutzt wird.

Einige Gebäude sind wirklich toll, wobei auch die ein oder andere Ruine im Stadtbild zu finden ist.

Frankfurt Oder

Wir verlassen auch schon wieder Frankfurt und erreichen in Güldendorf das Ende der heutigen Etappe. So ein Tag mit Sonnenschein ist einfach herrlich. In Lebus besuchen wir nochmals das Anglerheim….

17 km und 137hm

Mit Geschwindigkeitsrekord zum Anglerheim

Heute haben wir einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt und schon um 14:30 Uhr das Anglerheim erreicht 😀

Gestartet sind wir in Küstrin-Kietz mit dem Wissen, das der Regen uns im Nacken sitzt.

Auf dem Weg zum Oder-Neiße Radweg

Wir starten zügig und uns gelingt heute auf den 20 km ein Tempo von 6 km/h zu laufen.

Der Regen kann da nicht mithalten.

Der Deich ist hervorragend für dieses Tempo gemacht, da die Abwechslung sich dann doch in Grenzen hält.

Dann verlassen wir den Deich und es geht nach Reitwein – und es gibt dort sogar noch eine kurze, trockene Kaffeepause.

Gasthaus in Reitwein

Der Wirt im Reitweiner Sporn war überrascht das heute bei den Wetterprognosen, überhaupt jemand kommt und servierte uns gerne Kaffee und hatte somit auch Zeit genug ein Foto zu machen.

Dann ging es für 3 km am Waldrand entlang – eine wohltuende Abwechselung.

Endlich mal wieder Wald

Als wir den Wald bei Wuhden verlassen ist der Regen dann doch da und wir schmeißen die Ponschos über und sind 5 km später am Anglerheim.

Mit einem sehr guten Essen, es gab Zander, belohnen wir uns selbst für unseren Geschwindigkeitsrekord.

Anglerheim in Lebus – sehr empfehlenswert
20 km und 191 hm

In den Tag schaukeln

In Groß Neuendorf starten wir ersteinmal schaukelnd in den Tag hinein.

Dann folgen wir dem Oder-Neiße Radweg-immer auf dem Deich entlang.

Zwei Radfahrer kommen uns entgegen und halten – was für ein Zufall- es sind Gäste aus dem Café von gestern und wir quatschen noch ein bisschen-dann müssen wir weiter – wir haben viel vor.

Ein paar Cafés liegen am Wegesrand-aber nur eins hat schon offen.

Zwischenzeitlich bietet uns die Hütte Regenschutz👍

Simon Leonhard von Haerlem

Der hier gewürdigte hat seine bedeutendste Leistung mit der Trockenlegung und Kolonisation des Oderbruchs erbracht.

Wir verlassen den Radweg und kommen durch wunderschöne „Savannenlandschaft“

Abseits des Radweges ist es sehr schön👍

Zwischenzeitlich bestaunen wir immer wieder die imposanten Eichen am Wegesrand.

Imposante Eiche

Das wechselhaft Wetter lässt uns mal wieder schneller werden und wir erreichen Küstrin-Kietz bevor der starke Regen einsetzt.

26 km und 120 hm

Jedem Tag ein Highlight

Egal, wo wir unterwegs sind: Jedem Tag ist ein Highlight gegönnt.

Nachdem wir in Schwedt nun endgültig die Campingsaison beendet haben gibt es heute Abend eine neue Unterkunft – aber vorher wandern wir von Zollbrücke nach Groß Neuendorf.

Oderhochwasser 1997
Oderhochwasser 1997

Das Oderhochwasser, mit allen Details ist hier in der Region eine Bedrohung gewesen und wir sind erstaunt das es schon mehr als 25 Jahre her ist. Die Zeit rennt….

Wir folgen der Oder bzw. dem Oderdeich. Es kommen Erinnerungen an den Störtebeker Weg auf, den wir am 21. November 2021 abgeschlossen haben. Wir sind zügig unterwegs. Die farbenfrohen Grenzsteine und ein paar Kurven machen den Unterschied.

Grenzstein
Grenzstein

Wie man am Poncho erkennen kann gesellt sich heute auch etwas Regen zu uns. An der zweiten Hütte lassen wir den stärksten Regen an uns vorbei ziehen.

Schutzhütte am Wegesrand
Schutzhütte am Wegesrand

Das ungewöhnliche – wir sind heute teilweise mit 6 km/h unterwegs.

Auf dem Oderdeich
Auf dem Oderdeich

Nach 17 km – ist es diesem Tag vergönnt ein Highlight zu werden.

In Groß Neuendorf erreichen wir das Turmcafé und es ist geöffnet👍

Turmcafé Groß Neuendorf
Turmcafé Groß Neuendorf

Wir kommen mit einem älteren Berliner ins Gespräch der mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist ist, um einen Fotoworkshop zu besuchen. Ein Paar mit Wohnmobil empfiehlt uns für Morgen und für Görlitz besondere Lokale. Die Bedienung wird zu Chefin und freut sich über die gute Stimmung.

Vor dem Café stehen Eisenbahnwagongs-diese können im Sommer als Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden und bei gutem Wetter ist die Terasse direkt an der Oder geöffnet.

Wagons als Übernachtungsmöglichkeit
Wagons als Übernachtungsmöglichkeit

Am Ende kommt dann auch noch mal die Sonne zum Vorschein

Blick auf die Oder im Sonnenschein

So hat dieser Tag spät aber dennoch sein Highlight bereit gehalten.

17 km und 80 hm

Durch Polen zurück nach Deutschland

Heute starten wir noch einmal in Polen und kommen zurück nach Deutschland.

Wir starten in Cedynia und folgen zuerst einer sehr schönen Kastanienallee 👍

Kastanienallee in Cedynia

Dan geht es in den Wald. Dieser sieht hier überall sehr gesund aus-soweit das Laienauge fas Beurteilen kann. Wir suchen uns eigene Wege und als erste Zielrichtung nehmen wir den Ort Stara Rudnika ins Vesier.

Hier erstaunt die liebevoll hergerichtete „Kirchturmuhr“

Stara Rudnika Kirchturmuhr
„Kurchturmuhr“ in Stara Rudnika

Es geht durch den Wald an wohl alten Fischteichen entlang. Hier startet auch die erfolgreiche Barsch-Rettung

Wir finden unseren selbst gewählten Wanderweg schön – bis wir an einer Baustelle stehen, die den Weg zur Oderbrücke versperrt. Erst ein bisschen ärgern und dann die Erkenntnis-für Fußgänger gibt es einen Weg durch die Baustelle-Super Sache👍 Damit erreichen wir….

Siekierki
Siekierki

Dann geht es auf den Radweg der uns über 2 Brücken nach Deutschland führt.

Früher gab es hier Eisenbahnbrücken die durch Kriege zerstört und dann wieder aufgebaut wurden.

Der polnische Teil der Brücke ist schon länger fertig und geht über einen See.

Brücke über den See, Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki

Der 2.Teil der Brücke wurde erst 2022 fertiggestellt. Ein paar Uhus mussten noch ihr okay geben.

Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki
Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki

Die in der Oder stehenden Brückenpfeiler sind Reste der alten Eisenbahntrasse.

Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki
Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki

Mit überschreiten der Europabrücke sind wir jetzt wieder auf der deutschen Seite der Oder – und wir folgen dem Oder-Neiße Radweg noch ca. 4 km bis wir in Zollbrücke unser Etappenziel erreichen.

18 km und 250 hm

Evakuierung

Die Evakuierung vom Wanderweg war am Ende unserer heutigen Etappe eine aufregende Geschichte. Aber vorher war noch einiges zu bestaunen.

Angefangen mit dem Sonnenaufgang, den wir überraschenderweise mal nicht verschlafen haben.

Sonnenaufgang am Campingplatz Stroam

Von Piasek ging es zügig in einen wunderschönen Wald und der Weg brachte uns an den Rand des „Stara Żwirownia“

Stara Żwirownia
Stara Żwirownia

Ein wunderschöner See der durch die Oder gespeißt wird. Danach geht es Richtung Belinek auch über eine „Landstraße“ – aber da kein Auto unterwegs ist, ist der Weg entspannt zu gehen. Vor Belinek gibt es noch mal einen schönen Pausenplatz am See

Pausenplatz am See

Und in Bielinek erreichen wir dann die 4000 km Marke-wir sind echt schon weit gekommen und es fehlt als Bundesland nur noch Sachsen und als angrenzenden Nachbarland Tschechien.

Über einen kurvenreichen Weg mit auf und an und hervorragender Markierung geht es unserem heutigen Ziel Cedynia entgegen.

Toller kurvenreicher Weg mit perfekter Markierung

Wie können das Ziel sehen – aber eine Menschenansammlung irritiert uns.

Alle in orangene Warnwesten, Hunde und Gewehre – eine Jagdgesellschaft.

Der erste sagt: Fast, fast fast – also schnell weiter gehen.

Der zweite Stoppt uns: Bleiben Sie hier hinter den Autos stehen. Wir jagen Rehe und Wildschweine – wir brauchen 30 Minuten – hinter den Autos sind Sie sicher👍

Dann der Deitte. Wir machen jetzt EVAKUIERUNG!!! Steigen Sie ein – ich bringe Sie in Sicherheit.

Plötzlich sitzen wir in einem Pick Up und 2 km später dürfen wir wieder aussteigen und etwas aufgekratzt wandern wir Richtung Cedynia weiter. Vor lauter Aufregung und Aktion haben wir ganz vergessen Fotos zu machen🤣🤣🤣

In Cedynia erfahren wir, daß der Ort schon 1050 Jahre alt ist – von dort geht es Morgen weiter.

Cedynia
Cedynia
22 km und 321 hm

Hinter der Oder kommt Polen

Heute starten wir in Schwedt und queren den Natioalpark Unteres Odertal und erreichen hinter der Oder – Polen.

In Schwedt gibt es aber erst mal wieder tolle Hausbilder.

An der polnischen Grenze angekommen gibt es erstmal ein Grenzvideo.

Hier beginnt Polen

Kurz vor der Grenze verabschieden wir uns für ein paar Tage aus Deutschland 😀

Abschied aus Deutschland

Im kleinen Grenzort geht es auf der polnischen Seite Richtung Süden

Natürlich heißt es auch Willkommen in Polen.

Grenzstein in Polen

Wir kommen zum „Tal der Liebe“ und besteigen den ca 42 m hohen Lusthausberg, und besuchen den Adam- und den Evasee. Ein Extraschlenker der sich gelohnt hat👍

Nach soviel Romantik haben wir uns auf jedenfalls Kaffee und Kuchen verdient😀

Im Café bei Beata mit Blick auf die Oder.

Hier im Gartencafè sitz man herrlich und die Pause dauert länger als geplant 🤣

Nun folgen unzählige unterschiedliche Wege, Wiesenwege, Sandpfade, Kopfsteinpflaster und es geht mal hoch mal runter-also super Abwechslungsreich – insbesondere wenn man nur Asphalt erwartet hat🤣

Am Weg gibt es – so winzig klein die „Orte“ auch sind – schöne Kirchen.

In Piasek werden wir mit Orgelmusik und Gesang begrüßt und beenden die abwechslungsreiche Tour.

18 km und 347 hm

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